Als Saarländer ist man nah dran an Frankreich. Historisch und auch räumlich. Sebastian Blum, der sich und seine Band nur Blum nennt, ist dort aufgewachsen, suchte wie viele irgendwann das Weite und landete nach dem Politikstudium in Mainz schließlich an der Hochschule der populären Künste in Berlin. Mit einem politischen Geist, einem Sinn für Kunst und seiner Herkunft konnte Blum auf den Terror-Anschlag gegen die Redaktion von Charlie Hebdo in Paris vor einem Jahr nur mit Musik reagieren.

Doch es gibt eine, die stirbt nie...

Ein Lied für die Freiheit wollte Blum mit "Charlie" schreiben. Er ist ein Typ, der etwas zu sagen haben muss, bevor er einen Song produziert. Musik hat er schon immer gemacht. In einer Band im Saarland, mit der er schon etwa mit Mega Mega (als sie noch MyHero waren) und Mikroboy (als die noch Reminder hießen) gespielt hat, die aus der gleichen Ecke kommen und inzwischen auch in Berlin wohnen. Wobei Blum eigentlich zur Popakademie nach Mannheim wollte, dort aber nicht genommen wurde und deswegen auf die HDPK in Schöneberg auswich.

Unsere unsichtbare Kunst

An der Hochschule machte Blum wichtige Kontakte, über die er jetzt mit seinen Aufnahmen ins renommierte Freudenhaus-Studio kam, wo auch Wir sind Helden produziert wurden. Derzeit arbeitet er dort an seiner zweiten Single, die in den nächsten Wochen rauskommen soll. Dazu wird es einige Konzerte geben und im Laufe des Jahres die erste EP. Mit dabei ist dann sicher auch sein Track über die Freiheit nicht nur zu französischer Satire: Blum und Charlie.