"Wir sind auch nicht schuld, und die sind uns auch nicht böse, keiner kann was dafür." - Der Sound, den Komparse aus solchen Songanfängen bauen, führt zu so etwas wie minimalistischen Hymnen. Dem Alltag entrissen und gewidmet. Repetitiv, minimalistisch, sie kommen und gehen, diese Songs, aus dem Nichts, wie die Momente, die sie vertonen. Komparse aus Köln sind der Tipp diese Woche bei Unsigned. 

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Ihr Schlagzeug hat diese Band schon vor einer ganzen Weile eingemottet. Ein Musiker war ausgestiegen, das war das eine. Aber auch ein besonderer Auftritt hat ihren Sound verändert: Für ein Kopfhörerkonzert mussten die Musiker auf laute Instrumente verzichten und ihre erste Beatmaschine einsetzen. Seither ist die Elektronik immer tiefer in ihr Songwriting eingedrungen, so dass sie sich heute ganz natürlich mit einer Vielzahl von kleinen Instrumenten verwebt. Heraus kommt der aktuelle Klang von Komparse.

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Die Band aus Köln gibt es im Grunde schon seit fast zehn Jahren. Sänger und Texter Bodo von Zitzewitz ist ursprünglich Schlagzeuger, wurde aber vom Drumhocker magisch an den vorderen Bühnenrand gezogen. Getextet hat er schon immer, und als er keinen geeigneten Sänger für seine Songs fand, da übernahm er den Part einfach selbst. In den vergangenen Jahren war Komparse mal Solo-Projekt und mal Band und hat immer fleißig neue Songs veröffentlicht.

Die neuste Reinkarnation von Komparse ist ein Trio. Ihre aktuelle EP haben die Jungs im Sommer auf ihrer Bandcamp Seite veröffentlicht. Sie heißt einfach “2017”. Schön herbstlich, aber, ist der zweite Song davon: “Bregenz”.