Foo Fighters und Kirchenmusik - Das muss einander nicht ausschließen. Die Unsigned-Künstlerin Linda Rum vereint beides in sich. Sowohl in ihrer Geschichte, als auch in ihrem Sound. Mit dem war sie der Tipp vergangene Woche und live zu Gast im Videostream.  

Linda Rum - Foto: Sophie Adamski

Linda Rum - Foto: Sophie Adamski

Eigentlich wollte Linda Rum ganz in Ruhe Kirchenmusik studieren. Lehramt mit Hauptfach Orgel. Das Instrument hatte sie schon früh beim Klavierunterricht mitgelernt, denn damit konnte man in ihrer Heimat Bayern Sonntags schön Geld verdienen. Bei der Suche nach geeigneten Studienorten, stolperte sie auf den Seiten der Hamburger Musikhochschule ausgerechnet über den renommierten Popkurs, eine Kaderschmiede, die schon Bands wie Seeed, Boy und Wir sind Helden absolviert hatten. Linda Rum bewarb sich mal eben und wurde zugelassen. So fand sie ihre neue Bestimmung, Heimat und Band in Hamburg. 

Die zierliche und sympathische Linda Rum mag es, wenns schiebt. Das Faible für die Kirchenorgel spricht da schon eine eindeutige Sprache und wenn man weiß, dass Linda privat gern Foo Fighters hört, bleiben keine Fragen mehr. Die gebürtige Nürnbergerin hat als Kind eine ganz klassische Ausbildung genossen. Später kam der Gesang dazu, die Gitarre und das Songwriting. Als Band hat sie die große Rockbesetzung dabei, plus Cello. So hat sie es schon auf die Bühne vom Rock im Park geschafft und war zuletzt im September auf Tour durch ganz Deutschland. 

Seit einem Jahr lebt Linda Rum jetzt in Hamburg. Mit ihrer Band, die sich durch den Popkurs komplettiert und zusammengeschweißt hat, arbeitet sie derzeit dort am Debüt-Album. Eine EP gibt es bislang von ihr: The Beginning heißt sie und ist mir ihren vier Tracks auf ihrer Bandcampseite zu finden. 


Videostream Unsigned Livesession